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Herbstbild

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Warme letzte Sonnenstrahlen schenken uns des Herbstes Pracht Golden schmücken sich die Bäume und die Elster hält die Wacht Wo einst blaue Beeren prangten, um des Sommers Gast zu sein Laden feurig rote Blätter zum Verweilen herzlich ein. Auch die Rose, deren Blüten meiner Sinne reinstes Glück Hält sich mit der Hagebutten reicher Gabe nicht zurück Herbstlich duftet jeder Garten, führt uns in die stille Zeit Ruhe innig tiefer Frieden weist uns nach der Ewigkeit PL 7.10.22

Wenn

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Wenn ich mein Leben mit Dir teilte, Bliebest Du mein für alle Zeit? Wenn ich für immer hier verweilte Wär’ mir Dein Herzenswunsch geweiht? Wenn uns‘re Sterne sich vereinen Darf ich Dein Lebensabend sein? Wenn wir nach grösster Freude weinen, Ist Deine Liebe dennoch mein? Kann ich Dich halten, wenn es regnet, Wenn ich vom Sturm verschlungen bin; Sind wir uns dann erneut begegnet, Steht uns nach uns dennoch der Sinn? Wenn alle Welt sich von uns wendet So mancher Tor sich an uns nährt.  Stets der Gedanke Trost mir spendet: Dass unser Wesen ewig währt. P.L. 11.9.22

Straucheln

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Über und über mit Beeren bedeckte zierliche Zweige Leuchtendes Blau, unter dessen Gewicht man sich neige Liebend begossen, umrahmt mit  passendem Stein Lädt dieses Wunder des Lebens zum staunen mich ein. Ebenso froh, auf dem nahegelegenen Baum labt eine Amsel sich an diesem "Sommernachtstraum" Und von den Apfelbaumblättern traulich verborgen Plant sie genussvolle Tat, wenn nicht heute, dann morgen. Dies will ich weder erdulden, noch schmerzlich ertragen! Und mache mich auf, um nach der Gesinnug zu fragen Kurzerhand und mit mir, als stillen Begleiter Hüpft sie von Ästchen zu Ästchen ungern etwas weiter. Jetzt steh' ich allein vor dem Strauch und geniesse die Beeren Und kann ich mich eines Gedankens nun doch nicht verwehren: Das Lied dieser Amsel habe ich schrecklich vermisst Ja, eigentlich wär' es doch schön, wenn sie wieder hier isst. PL 14.7.22

PromenadenSee

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Schreiende Stille, geschäftiges Chillen Hastiges Schlendern, haltloser Willen Fern verhallt fröhliches Vogelgeschrei Nah ist das Ende doch niemand dabei Rennender Menschheit Bewegungserlabung Spielend genährte gesunde Begabung Frieden erzwungen mit eigenem Schweiss Jeder holt nach mit begründetem Fleiss Lauter und lauter wird Ruhe gepflegt  Eifrig gerungen, entschlossen gehegt So ist das Leben im menschlichen Sinn Fortschritt ist Ruhe und diese ist hin. PL. 2022

Entschöpfung

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Bleierne Müdigkeit, Augenlider aus Stein, Rastloss Sehnen  streift umher durch mein Sein. Giere nach schaffendem Tun, Möchte doch gleichsam noch ruh'n Greife zum Stift,  Das eine zu haben,  Die Seele zu laben ...und nun... Glückliche Wendung! Worte erscheinen behend' Wohl meiner Seele, die diese Klänge benennt! PL2022

Sängerfreuden

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Es war einmal ein Sänger der sang so gerne länger Und up-ge-warmt im Chor  drang mancher Ton hervor Er wurde froh und fröher Die Stimmung immer höher Und seelenheil-befreit "kein schön‘rer Klang zurzeit" Danach getränkter Segen Gespräche tun sich regen Und im Elysium  Wie sanctum Dominum Ein letzter heis'rer Ton Der langen Mühen Lohn Es tagt der Morgenstrahl Bis auf das nächste mal PL 3.6.22

Käferleben

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Ein Käfer krabbelte fröhlich, Ich sah ihn und lächelte seelig. Mal vor, mal zurück, Und nach links noch ein Stück. Er suchte und fand allmählich. Und in einer Ritze im Stein Verschwinden Kopf und auch Bein. Schaut keck heraus aus seinem Haus Und lädt mich fröhlich ein. Dann bei einem Tröpfchen Nektar Erzählt' er, wie's heute so war. Er sah einen Pfau Im Morgentau, fand diesen "sondersobar" Am Nachmittag freute er sich. Da traf er ein anderes "ich". Ein höflicher Blick, Ein Lächeln zurück, Als Trauzeuge wählten sie mich. Nach diesem munteren Schwatz Verliess ich meinen Platz. Er schlief dann bald ein  In der Ritze im Stein Und träumte von seinem Schatz. PL4.22